Über mich

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Mario Merkle, Geboren am 5. Oktober 1976 . Das Foto entstand ca. 2017.

Das Lebendige zieht mich an 28.11.21

Ich suche in meinen Bildern ein Direktes-Angesprochen-Sein. Es muss berühren und ansprechen.

Ich dachte immer, die Sprache der kreativen Dinge ist für alle zugänglich. Wie zum Beispiel das Lachen von allen verstanden wird. Ich habe mich geirrt.

Vielleicht auch, weil aus der Kunst etwas gemacht wurde - es wurde verkünstlicht.

Wertsteigerung der Kunst erst nach dem Tod der Künstler?

Dazu denke ich, kein Werk hat die Berechtigung von wertlos sein- zu Lebzeiten des Künstlers -und dann Wertsteigerung in Millionenhöhe nach dem Ableben.

Das ist so nicht richtig aus meiner Sicht und braucht Erklärungen und wissenschaftliche Rechtfertigungen, die das Gewerbe verschleiern oder zumindest verkomplizieren.

Warum geschieht es, dass Kunst nicht verstanden oder wahrgenommen wird? Vielleicht weil sie visionär ist und der Zeitströmung voraus, oder weil die KünstlerIn keine Bühne hat und sich nicht zeigen kann? Oder aus dem einfachen Grund, weil ihre Zeit noch nicht gekommen ist? Und dann könnte sie einfach schwach oder belanglos sein.

Ich habe bis anhin immer angenommen, dass Kunst aus Schmerzen, Verzicht und Leiden schöpft. Solange ich leide mache ich Kunst. Wenn es mir gut geht, dann lebe ich.

So bringt für mich Leben Kunst hervor und umgekehrt. Mit der Zeit habe ich herausgefunden, dass Freude und Glück auch gemalt werden können, es aber viel schwieriger zu sein scheint. Es verhält sich so, dass die edlen Gefühle wie Freude und Frieden errungen werden müssen.

Anders als andere vertrete ich die Ansicht, dass Farben aus meinem Innern geboren werden, genau wie das Licht und die Schatten. Ich möchte das Orange auf meinen Bildern zuerst erlebt haben, erst dann kann ich es auf die Leinwand bringen, ansonsten habe ich das Gefühl, es ist belanglos, weil willkürlich. Alles muss durchlebt werden, und so eigne ich es mir an, und kann es in Bilder ausdrücken. Farbe für Farbe, Zustand um Zustand.

Natürlich gilt das für mich, und es gibt viele Gründe der Kunsttätigkeit, wie es Fingerabdrücke gibt. Daher die Erklärung auch immer sehr individuell aber vielleicht auch hilfreich.

Meinen Freunden habe ich oft erzählt, dass ich erst mit 50 Jahren ein ernsthafter Künstler resp. Gestalter, sein möchte. Ich brauche diese Zeit - 50 Jahre - um Farben, Lichter und Dinge in mich aufzunehmen und zu erleben, durchzuleben.

Ich reihe mich irgendwo zwischen Expressionismus, Symbolismus und Surrealismus ein. Und bin inspiriert von der Darstellung des Lebendigen oder zumindest des in Bewegungseins.

Ausdruck, Zuordnung und Bewegung 07.06 2016

Ich male aus einem inneren Drang heraus - das Innere drängt mich.

Auf der Suche nach Ausdruck und Zuordnungen.

Im Austausch mit Kunstschaffenden setzte ich mich damit auseinander, was Kunst für mich bedeutet.

Wird es Bestand haben? Berührt es? Spricht es an? Schmeichelt es? Wie viel Lüge, wie viel Wahrheit ertrage ich? Gibt es überhaupt Wahrheit und Lüge? Hat es Licht, wo ist der Schatten?

Berührt es den Grund oder spiegelt es die Oberfläche, sucht es das Mittelmass? Bewegt es sich oder steht es still?

 

Diese Fragen machen mich demütig und still. Ich finde nur Teilantworten, nie eine allgemeingültige Antwort. Vielleicht sind das auch meine Bilder - Teilantworten. Fussnoten zum Leben. Im besten Fall teilt es sich dem anderen mit.

Ist nicht einfach alles nur da, ohne weitere Deutungen? Solange das Kunstwerk mit mir spricht, solange hat es Bedeutung und Existenzberechtigung, solange nenne ich es Kunst. Und wenn es still wird, darf es weiter gehen - Neues soll rufen, neues erkundet werden. Das Alte stirbt und das Neue kommt hervor; wie ein währender Kreislauf.

 

Momentan bevorzuge ich die Aquarellmalerei; das Unerwartete, Unmittelbare und die Reinheit der Farben ziehen mich an.

Mich treibt es an, formloses in eine vorübergehende Form zu bringen und das immer wieder aufs Neue.

Ich bin Autodidakt und inspiriert von den Menschen in meiner Umgebung, Freun(n)de, und den alten MeisterInnen.